Adapter AMPERE POINT Type 2 – Type 1 wpięty w gniazdo ładowania auta w specyfikacji amerykańskiej na podjeździe domu

Auto importiert aus den USA oder Kanada: Welches Ladegerät für zu Hause?

Jan Prószyński

In den letzten Wochen haben wir zwei sehr ähnliche Fragen erhalten. Bei der ersten ging es um einen Volvo XC60 T8 aus dem Jahr 2025, der aus den USA importiert wurde, bei der zweiten um einen in Kanada gekauften Mercedes EQE 350. In beiden Fällen suchte der Besitzer ein Ladegerät für zu Hause, und in beiden Fällen wäre es leicht gewesen, etwas zu kaufen, das das Auto niemals vollständig nutzen kann.

Kurz gesagt: Ein Fahrzeug in nordamerikanischer Spezifikation lädt mit Wechselstrom nur über eine Phase. In Polen bedeutet das, dass ein dreiphasiges 11-kW-Ladegerät (z. B. Q11 oder P11) höchstens ca. 3,7 kW liefert. Für ein solches Fahrzeug wählst du ein einphasiges Ladegerät, das an die Leistung des Onboard-Ladegeräts (OBC) seiner amerikanischen Version angepasst ist. Europäische Datenblätter helfen hier nicht weiter.

Warum ein Auto aus den USA keine drei Phasen nutzen kann

In den USA und Kanada gibt es in Haushalten keine drei Phasen im europäischen Sinne. Autos werden dort mit 240 V über einen einzelnen Stromkreis geladen. Deshalb konstruieren die Hersteller die Onboard-Ladegeräte der amerikanischen Versionen als einphasig. Hinzu kommt der Anschluss: Type 1 (J1772) verfügt nur über Kontakte für eine Phase. Ein Adapter von Type 2 auf Type 1 überträgt die Phase L1, den Neutralleiter und den Schutzleiter. Die Phasen L2 und L3 können schlicht nirgendwo angeschlossen werden. Ausführlich haben wir das im Artikel über den Adapter Type 1 – Type 2 beschrieben.

Die Falle: „11 kW“ in der amerikanischen Spezifikation

Wenn du in den Daten der amerikanischen Version ein OBC mit 9,6 kW oder 11 kW siehst, handelt es sich um die Leistung bei 240 V und sehr hoher Stromstärke an einer Phase (40–48 A). In Polen erreichst du über eine Phase, eine 32-A-Steckdose und einen Adapter Type 2 – Type 1 (max. 32 A) höchstens ca. 7,4 kW. Ein dreiphasiges 11-kW-Ladegerät liefert dagegen 16 A pro Phase und damit über den Adapter nur ca. 3,7 kW. Du bezahlst also für drei Phasen, nutzt aber nur eine.

Schritt 1: Prüfe die Ladeleistung der amerikanischen Version

Das ist der wichtigste Schritt und zugleich der, bei dem man sich am leichtesten irrt. Dasselbe Modell kann in der europäischen und amerikanischen Version ein anderes Onboard-Ladegerät, eine andere Phasenanzahl und einen anderen Anschluss haben. Ein Beispiel aus unserer Beratung: Der Volvo XC60 T8 in der US-Version lädt mit Wechselstrom mit einer Leistung von ca. 3,6 kW. Europäische Tabellen für den „XC60 T8“ zeigen andere Varianten, die für dieses Fahrzeug nicht relevant sind.

Die OBC-Leistung findest du in der Fahrzeugdokumentation, in der Spezifikation des Herkunftsmarkts oder du kannst sie anhand der VIN prüfen. Wenn du dir nicht sicher bist, schreib uns und nenne Modell, Baujahr und Herkunftsland. Wir prüfen das für dich.

Schritt 2: Wähle das Ladegerät

OBC bis ca. 3,7 kW (die meisten Plug-in-Hybride aus den USA)

Eine gewöhnliche 230-V-Steckdose reicht aus. Du hast drei Möglichkeiten:

Set Was du erhältst Preis
B35 Type 1 Werkseitiger Type-1-Anschluss, kein Adapter erforderlich. Stromregelung mit 8/10/13/16 A, 5-m-Kabel. 599 zł
P35 + Adapter Type 2 – Type 1 LCD-Display und Stromregelung, 6-m-Kabel. Es gibt auch eine 10-m-Version (Set für 1028 zł). 689 + 229 = 918 zł
Q37 + Adapter Type 2 – Type 1 Aluminiumgehäuse, WLAN und Tuya-App (Zeitpläne, Ladeüberwachung), Stromregelung von 6–16 A, 7,5-m-Kabel. 1049 + 229 = 1278 zł

Wenn du eine möglichst einfache und günstige Lösung möchtest, wähle den B35 Type 1. Wenn du ein Display oder eine App möchtest, nimm den P35 oder Q37 mit Adapter. Das bietet außerdem einen zusätzlichen Vorteil: Wenn du später auf ein europäisches Fahrzeug wechselst, bleibt das Type-2-Ladegerät bei dir und du legst den Adapter einfach beiseite.

OBC über 3,7 kW (die meisten vollelektrischen Fahrzeuge aus den USA)

Hier lohnt es sich, in eine einphasige 32-A-Steckdose zu investieren, die von einem Elektriker installiert wird. Dann lädst du mit bis zu ca. 7,4 kW, also doppelt so schnell wie über eine gewöhnliche Steckdose:

  • P72 Type 1 (1049 zł): werkseitiger Type-1-Anschluss, kein Adapter erforderlich, bis zu 7,2 kW,
  • Q74 (1149 zł) + Adapter Type 2 – Type 1: bis zu 7,4 kW, mit WLAN und App.

Was du nicht kaufen solltest

Dreiphasige Ladegeräte: Q11, P11, Q22 sowie die Wallbox Prime. Das sind hervorragende Geräte für europäische Fahrzeuge, aber ein Auto aus den USA nutzt davon nur eine Phase.

Und außerhalb deines Zuhauses?

  • AC-Ladestationen mit fest angeschlossenem Type-2-Kabel: Du kannst sie über einen Adapter Type 2 – Type 1 anschließen, allerdings ebenfalls nur über eine Phase.
  • Schnellladen mit Gleichstrom: Fahrzeuge aus den USA haben normalerweise einen CCS1-Anschluss (neuere Modelle einen NACS-Anschluss), während europäische Ladestationen CCS2 verwenden. Das ist ein eigenes Thema und erfordert einen anderen Adapter als das AC-Laden. Prüfe, welchen DC-Anschluss dein Fahrzeug hat, bevor du dich auf den Weg machst.

Spickzettel

OBC-Leistung der US-Version Steckdose zu Hause Wir empfehlen
bis ca. 3,7 kW gewöhnliche 230-V-Steckdose B35 Type 1 oder P35 / Q37 + Adapter
über 3,7 kW einphasige 32-A-Steckdose P72 Type 1 oder Q74 + Adapter
beliebig dreiphasige Starkstromsteckdose trotzdem nur 1 Phase, zahle nicht zu viel für 11 kW

Du hast ein Fahrzeug aus den USA oder Kanada?

Schreib an hello@amperepoint.com oder ruf uns an: +48 666 612 044 (Mo–Fr, 10:00–17:00). Nenne uns Modell, Baujahr und Herkunftsland des Fahrzeugs. Wir prüfen die Leistung seines Onboard-Ladegeräts und empfehlen dir ein sinnvolles Set.

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